Reisebeschreibung
Maritima Regio (später zu Maremma verkürzt) - Land am Meer - so nannten die Römer der Antike die niedrig gelegenen Gebiete entlang der toskanisch-latinischen Küste. Von ihnen wissen wir, dass die Etrusker schon vor über 2500 Jahren das Gebiet mit Kanälen großräumig entwässert haben. Erst 1830 gelang es erneut große Gebiete zu entwässern. Mühsam in den Tuffstein der umliegenden Berge gehauene Hohlwege und Nekropolen (Totenstädte) sind seltene Zeugen der großen
etruskischen Kultur. Heute lebt die Region von Landwirtschaft (erstklassige Weine) und Tourismus. Noch immer sind es die alten Etruskerstädte Saturnia, Pitigliano, Sovana, Tarquinia, Cerveteri und die Insel Giglio mit ihren Sehenswürdigkeiten, die die Besucher anziehen. Dabei soll der sogenannte “stille Tourismus” die intakte Umwelt und die sehr sauberen Strände schützen.
1.Tag: Anreise über Innsbruck zum Brennerpaß, durch das Etschtal weiter nach Trient, Rovereto. Vorbei an der Festspielstadt Verona, Modena, Bologna. Durch besonders reizvolle Landschaften führt uns die kühne Gebirgsautobahn über den Apennin. Vor der Kunststadt Florenz verlassen wir die Autostrada del Sole und fahren durch die wunderschöne Landschaft der Toskana an die Küste der etruskischen Riviera. Abendessen und Übernachtung.
2. Tag: Pitigliano, Sovana und Saturnia
Ein sehr schöner Ausflug der die Schönheit der Landschaft mit interessanten Zeugnissen menschlichen Wirkens paart, wie in der etruskischen Stadt Pitigliano. Sie erscheint unerwartet vor dem Auge des Besuchers: hoch auf einem Tuffsteinfelsen gelegen, hebt es sich klar gegen den Himmel ab. Interessant sind die Höhlen, die sich im hervorstehenden Teil des Felsens befinden. Es sind ehemalige etruskische Grabanlagen, die heute oft als Weinkeller oder Ställe verwendet werden. Nicht weit entfernt liegt Sovana, Heimat von Papst Gregor VII. mit der mittelalterlichen “Piazzetta”, Zeugnis einer glorreichen Vergangenheit. Die kleinen einstöckigen Häuser, die gepflasterten Sträßchen machen Sovana zu einem der eindrucksvollsten Orte der Provinz Grossetto. Auf dem Rückweg kurzer Aufenthalt an der Thermalquelle von Saturnia, eine heilende Schwefelquele mit 37,5 Grad. Ein kostenloses Badevergnügen, das die Natur dem Besucher anbietet. Rückkehr zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.
3. Tag: Halbinsel Monte Argentario und Insel Giglio
Wir fahren nach Porto Santo Stefano auf der Halbinsel Monte Argentario (Silberberg). Von hier aus setzt die Fähre zur toskanischen Isola del Giglio über. Weiterfahrt auf der Insel mit dem Linienbus: Von Giglio-Porto zunächst nach Giglio - Castello den größten Ort der Insel. Auf einer engen Serpentinenstraße geht es bis auf 405 müM. Der Ort bietet einen herrlichen Ausblick auf das Thyrrenische Meer. Bei guter Sicht vielleicht sogar bis zur berühmten Nachbarinsel Montechristo. Rückfahrt nach Giglio Porto und Fährüberfahrt nach Porto Santo Stefano. Rückkehr ins Hotel, Abendessen und Übernachtung.
4. Tag: Cerveteri und Tarquinia
Fahrt in das Gebiet der Tuscia, wo wir die einzigartigen etruskischen Nekropolen von Cerveteri und Tarquinia besichtigen. Besondere Beachtung verdient die Tomba dei Rilievi: Diese Grabstätte, mit bemalten Reliefdarstellungen verziert, ist ein äußerst wertvolles Zeugnis über die Lebensweise der Etrusker, die uns, außer spärlichen Grabinschriften, leider nur wenige Dokumente hinterließen. Danach können Sie noch im “Museo Nazionale Tarquinese” hochinteressante etruskische Kunstwerke und Kulturschätze (Sarkophage, Goldschmuck, Elfenbeinschnitzereien) bewundern. Rückkehr ins Hotel, Abendessen und Übernachtung.
5. Tag: Naturpark Maremma
Nach dem Frühstück Fahrt zum berühmten Naturpark Maremma. Er wurde 1975 gegründet und erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 9800 ha entlang der Küste des Tyrrhenischen Meeres. In diesem naturbelassenen Paradies mit ursprünglicher, mediterraner Pflanzenwelt unternehmen wir eine geführte Wanderung (ca. 5 km, Wanderschuhe empfehlenswert.) Am Nachmittag kehren wir ins Hotel zurück, genießen Sie noch ein paar Stunden am azurblauen, anerkannt sauberen Meer, Abendessen und Übernachtung.
6. Tag: Rückfahrt über Apennin, Brennerpaß.
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